In-N-Out Burger gehört zu Kalifornien wie Schnitzel zu Österreich oder Pasta zu Italien. Bei einer Kalifornien Reise muss man diese Burger Kette einfach mal ausprobiert haben. Damit ihr wisst, was euch erwartet und auf was ihr euch freuen dürft, haben wir euch alle wichtigen Infos zusammengefasst.

Das Ungewöhnliche an In-N-Out ist, dass einem nicht gesagt wird, was man denn für Möglichkeiten hat. Als wir das erste Mal dort gegessen haben, waren wir noch etwas verwundert, warum die Gäste rund um uns Variationen bestellten, die nicht auf der Karte sind. Das Menü ist nämlich ziemlich einfach gehalten. Es gibt einen Hamburger, einen Cheeseburger, einen Double-Double, French Fries und Shakes, zumindest am offiziellen Menü. Auf der Webseite von In-N-Out findet man jedoch noch ein Not-So-Secret-Menu, welches zusätzliche Optionen anbietet. Dazu gibt es noch unzählige individuelle Anpassungsmöglichkeiten, wie man sich sein Essen zubereiten lassen kann. Man muss nur wissen, wie man an danach fragt.

Wo findet man In-N-Out Restaurants

In-N-Out Burger gibt es nicht überall in den USA und schon gar nicht in Europa. Tatsächlich sind sie sogar in Kalifornien schwer zu finden, obwohl es dort die meisten Restaurants gibt. Dazu kommen ein paar in Arizona, Nevada, Oregon, Utah und Texas. Mittlerweile gibt es ein sehr cooles In-N-Out App (Apple Store, Google Store) das euch die Restaurants in eurer Nähe inklusive Öffnungszeiten und Drive Thru Öffnungszeiten anzeigt.

Apropos Drive Thru: Lasst euch nicht von den langen Auto Warteschlangen abschrecken. Es kann leicht sein, dass sich an die 50 Autos im Drive Thru anstellen. In-N-Out ist hier aber bestens organisiert. Die Bestellungen werden per Mitarbeiter mit mobilen Funkgeräten entgegengenommen, so dass die Wartezeiten so weit als möglich reduziert werden.

Warum die Fast Food Kette nicht weiter östlich in den USA zu finden ist, hat einen einfachen Grund: Bei In-N-Out geht es in erster Linie um die Qualität.

Food Quality

Seit der Gründung von In-N-Out 1948 stand die Qualität des Essens immer an erster Stelle. Das Fleisch ist frei von Zusätzen und Konservierungsstoffen und wird in den hauseigenen Fleischereien in Kalifornien sowie Texas hergestellt. Da es nicht tiefgefroren sondern nur gekühlt wird, können die Restaurants aus logistischen Gründen nicht weiter als 500 Meilen von den Fleischereien entfernt sein. Deswegen wird man auch in naher Zukunft nur an der Westküste in den Genuss eines In-N-Out Burger kommen.

Nicht nur die Qualität des Fleisches ist für In-N-Out sehr wichtig. Der Eisberg Salat wird von Hand zerpflückt, es wird nur der beste Käse verwendet und die Brötchen werden nach alter Tradition mit viel Zeit gebacken. Sogar die Pommes werden im Restaurant per Hand zubereitet. Es gibt keine Mikrowellen oder Wärmelampen, um die Burger warm zu halten, alles wird frisch zubereitet – und das schmeckt man.

 

in-n-out burger

 

Gute Burger zu günstigen Preisen

Kalifornien ist nicht gerade das günstigste Reiseland. Vor allem essen gehen kann da schon mal mehr kosten. In-N-Out ist da definitiv eine Ausnahme. Ein Cheeseburger Menü mit Pommes und Getränk kostet unschlagbare $5.65.

Ein Burger – viele Möglichkeiten

Für In-N-Out heißt Qualität auch, dass man sich den Burger so bauen lassen kann, wie man es gerne hätte. Jeder hat ja so seine Eigenheiten und seinen eigenen Geschmack. Das Lustige an In-N-Out ist nur, dass sie einem nicht sagen, was man für Auswahlmöglichkeiten hat. Tatsächlich kann man sich den Burger so bauen, wie man will.

How do you want your onions?

Fangen wir mit den Zwiebeln an: Standardmäßig wird der Burger bei In-N-Out mit rohen Zwiebelringen serviert. Ihr könnt die Zwiebeln aber auch gegrillt (grilled onions) bestellen. Diese werden dann auf einer heißen Burger Platte gegrillt und können so den Fleischsaft aufsaugen. Das verleiht ihnen einen großartigen Eigengeschmack. Die gegrillten Zwiebeln werden grundsätzlich klein geschnitten. Da es aber In-N-Out ist, kann man das natürlich auch ändern und sich ganze Zwiebelringe grillen lassen. Solltet ihr das bestellen, kann es nur sein, dass ihr etwas länger auf den Burger warten müsst. Es gibt sogar die Möglichkeit, alle drei Zwiebeloptionen auf einmal zu bestellen – für die Hardcore Zwiebelfans unter euch.

Ist es dir noch nicht scharf genug?

Wenn ihr eurem Burger etwas Schärfe verleihen wollt, habt ihr die Möglichkeit nach chopped chilies zu fragen. Dann gibt es frisch geschnittene Chillies auf die Unterseite eures Brötchens.

Gibt es etwas Vegetarisches?

Es gibt auch die Option ein vegetarisches Sandwich zu bestellen – ein Grilled Cheese Sandwich. Ihr bekommt da zwei Scheiben American Cheese, Salat, Tomaten und die legendäre In-N-Out Burgersauce. Ihr könnt hier auch die gegrillten Zwiebeln bestellen. Da diese aber im Fleischsaft gegrillt werden, würde ich Vegetarier davon abraten. Habt ihr Lust auf einen Salat? Dann müsst ihr hier etwas kreativer sein: Bestellt extra Tomaten, Salat und Zwiebel so wie extra Sauce – on the side – und schon habt ihr einen kleinen Salat zu euren Pommes. Solltet ihr auch keinen Käse essen, ist der Wishburger oder auch Veggie Burger das Richtige für euch. Er ist mit Tomaten, Salat und Zwiebeln belegt.

Kleiner Tipp: Nehmt immer ein paar Extra Servietten dazu. Bei In-N-Out dreht sich alles um die Präsentation. Die Burger werden dadurch auch nicht übereinander gestapelt, wie es bei anderen Ketten üblich ist. Dazu werden die Mitarbeiter trainiert, pro Burger sowie Pommes jeweils eine Serviette dazuzugeben. Diese wird auf die Burger gelegt. Sieht zwar schön aus, ist nur nicht wirklich praktisch. Die Serviette ist dann oft schon von der Sauce durchtränkt, bevor man den ersten Bissen machen kann.

Bacon ist leider keine Option

Solltet ihr Bacon auf euren Burgern lieben, ist In-N-Out leider nicht der richtige Ort für euch. Man sagt, dass dies mit den hohen Qualitätsstandards zu tun hat. Das Reinigen der Grillplatten, bzw. die Lagerung wäre einfach mit den In-N-Out Qualitätsstandards nicht möglich. Wer trotzdem nicht auf seinen Speck verzichten möchte – macht es wie J. Kenji – laut dem Artikel auf der Webseite Serious Eats nahm er einfach seinen vorgekochten Speck sowie seine Avocado mit und garnierte sich seinen Burger so wie er wollte. 

Double/Double – Double Meat – 3×3 – 4×4

Wenn euch ein Fleischpatty nicht genug ist, werden euch verschiedene Alternativen geboten. Ihr könnt entweder einen Double/Double bestellen. Also zwei mal Fleisch und zwei mal Käse. Einen Double Meat – also zweimal Fleisch. Einen 3×3 für den noch größeren Hunger (3 mal Fleisch und 3 mal Käse) und für die ganz hungrigen einen 4×4. Größere Burger werden bei In-N-Out nicht mehr angeboten. Ursprünglich war es so, dass man sich den Burger nach Belieben belegen lassen konnte. Man musste einfach einen Aufpreis bezahlen, bis es ausgenutzt wurde. Ein Blogger hat mal einen 100×100 für 97,66$ bestellt. Wie bereits erwähnt, ist die Präsentation des Essens für die Kette sehr wichtig und ein 100×100 sieht wirklich nicht mehr schön aus. Es gibt auch die Möglichkeit, das Fleisch Medium-Rare zu bestellen. Was eher ungewöhnlich für eine Fast Food Kette ist. Das Fleisch schmeckt dadurch um einiges saftiger!

 

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Der Double-Double

Animal Style – was sonst!

Einer der zusätzlichen Möglichkeiten des Not-So-Secret Menus ist es, den Burger Animal Style oder Protein Style zu bestellen. Animal Style bedeutet, dass das Fleisch in Senf gegrillt wird, dazu kommt eine extra Sauce mit gegrillten Zwiebeln. Protein Style ist das richtige für eure Low Carb Diät – anstatt in einem Brötchen, bekommt ihr den Burger in einem Salatblatt serviert. Beide Optionen können wir euch wärmstens empfehlen! Es gibt auch noch den Flying Dutchman: Zwei mal Fleisch mit geschmolzenen Käse dazwischen. Warum Brot, wenn es auch Fleisch gibt?

In-N-Out Fries – man liebt sie, oder man hasst sie

Was wäre ein guter Burger ohne Pommes. Wie erwähnt, werden die Pommes direkt vor Ort geschnitten und ins heiße Fett gegeben. Das ergibt einen eigenen Geschmack. Sie schmecken frisch aber meiner Meinung etwas trocken. Ich bin daher nicht der größte Fan der In-N-Out Fries, meine Frau liebt sie. Zufälligerweise bin ich auch vor kurzer Zeit auf einen Artikel bei LAIST.com gestoßen und das French Fries Thema scheint ein heiß diskutiertes zu sein. Der Autor war auch nicht der größte Fan der Pommes und die Lösung für In-N-Out wäre, dass man die Kartoffeln mehr als einmal frittieren und unbedingt in Wasser einlegen müsste, bevor man sie zubereitet. Über Geschmack lässt sich ja zum Glück streiten.

Solltet ihr mit den Pommes auch nicht zufrieden sein, habt ihr die Möglichkeit, sie Well Done zu bestellen. Dann werden sie extra knusprig frittiert. Die zweite Möglichkeit ist es, die Fries Animal Style zu bestellen. Die Pommes werden dann mit Käse, extra Sauce, gegrillten Zwiebeln und Gurken serviert. Wollt ihr nur Käse, dann bestellt bitte Cheese Fries.  

 

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Shake it In-N-Out Style

Im Menü findet ihr einen Erdbeer-, Schokoladen- und Vanille-Shake. Es gibt aber noch den Black and White Shake: Schokolade und Vanille in einem Becher oder den Neapolitan Shake mit allen drei Sorten. Ihr könnt auch einen Root Beer Float bestellen: Root Beer mit Vanille Eis.

In-N-Out Merchandise

Sollte auch euch das In-N-Out Fieber gepackt haben, fragt bei der Bestellung nach Sticker für euer Auto oder für die Kinder. Ihr könnt auch nach den Papierhüten fragen, die die Mitarbeiter tragen – wenn ihr mal ein ungewöhnliches Souvenir haben wollt. In manchen Stores gibt es auch Merchandise Artikel, wie Tshirts oder Taschen. 

Auch Hunde haben es gut

Ihr könnt bei In-N-Out sogar ein hundegerechtes Essen bestellen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist ein Pup Patty am Counter oder beim Drive Tru zu bestellen. Ihr bekommt dafür ein ungesalzenes Burgerfleisch – serviert in einem eigenen Doggy Bag. 

In-N-Out nähe LAX und SFO

Nicht nur für Flugzeug Spotter sind die In-N-Outs in der Nähe der Flughäfen von Los Angeles und San Francisco eine großartige Wahl. Egal, ob man gerade ankommt, abfliegt, oder jemanden vom Flughafen abholt. Zu wissen, wo man noch etwas günstiges zu essen bekommt und die Qualität auch obendrein noch passt, kann an einem Reisetag sehr hilfreich sein. Außerdem kann man die Kinder wunderbar bei Laune halten, da sie sich erste Reihe fußfrei die startenden und landenden Flugzeuge ansehen können. Weitere Kinder-Reise-Tipps findet ihr übrigens hier.

Ist euch jetzt auch das Wasser im Mund zusammengelaufen? Dann solltet ihr bei eurem nächsten Kalifornien Tripp unbedingt bei In-N-Out einen Zwischenstopp einlegen. Denn mal ehrlich: Eine traditionsreiche amerikanische Burger Kette mit guten Preisen, schnellem Essen, die obendrein noch auf Qualität setzt und all eure Wünsche erfüllt. Was will man mehr?